Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Die Gossauer Bevölkerung ist um 304 Personen gewachsen.
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz wächst auf 9'124'288 Personen – auch in der Region Gossau wohnen heute insgesamt mehr Menschen als noch vor einem Jahr. Während sich die Bevölkerungszahlen in der Gemeinde Waldkirch nur geringfügig verändert, wächst die Bevölkerung in Gossau um 1,6 Prozent. Andwil verzeichnet erstmals seit 2019 wieder einen Rückgang bei der Einwohnerzahl.
Bevölkerungszahlen Gemäss den provisorischen Zahlen der Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) lebten per Ende 2025 insgesamt 543'913 Personen im Kanton St.Gallen. Das entspricht einem Zuwachs von 3'877 Personen oder 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gesamtschweizerisch fiel das Wachstum mit 0,8 Prozent leicht höher aus – der Kanton St.Gallen blieb damit knapp unter dem nationalen Durchschnitt.
Um die Grössenordnung des kantonalen Wachstums greifbar zu machen: Die 3'877 neu hinzugekommenen Personen entsprechen in etwa der gesamten Einwohnerzahl der Gemeinde Waldkirch, die per Ende 2025 genau 3'581 Personen zählte. Mit anderen Worten wuchs der Kanton St.Gallen innerhalb eines einzigen Jahres um eine Gemeinde der Grösse Waldkirchs.
Sowohl bei den Schweizerinnen und Schweizern als auch bei der ausländischen Bevölkerung verzeichnete der Kanton positive Zahlen. Die Zahl der Schweizer Staatsangehörigen stieg um 1'649 Personen, was einem Wachstum von 0,4 Prozent entspricht. Das ist etwas stärker als noch im Vorjahr, als das Wachstum bei 0,3 Prozent gelegen hatte. Die ausländische ständige Wohnbevölkerung nahm um 2'228 Personen zu, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Dieser Zuwachs fiel jedoch deutlich moderater aus als noch im Jahr 2024, als die ausländische Wohnbevölkerung im Kanton mit 6,0 Prozent erheblich stärker gewachsen war.
In Gossau lebten per Ende 2025 insgesamt 18'937 Personen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Zuwachs von 304 Personen oder 1,6 Prozent – und damit dem stärksten Bevölkerungswachstum, das die Gemeinde seit dem Jahr 2010 verzeichnet hat. Ein bemerkenswerter Wert, der Gossau zu einer der am stärksten wachsenden Gemeinden im Kanton macht.
Von den 304 Personen, die im Laufe des Jahres 2025 neu in Gossau sesshaft wurden, waren 155 Männer und 149 Frauen. Die Zuwanderung aus dem Ausland überwog dabei deutlich: 171 der neu Zugezogenen hatten einen ausländischen Hintergrund, während 133 aus der Schweiz stammten. Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Ausländeranteil wider, der in Gossau von 23,3 Prozent im Jahr 2024 auf neu 23,8 Prozent gestiegen ist – eine Zunahme von 0,5 Prozentpunkten innerhalb eines Jahres.
Andwil gehört zu den wenigen Gemeinden im Kanton St.Gallen, die im Jahr 2025 Einwohnerinnen und Einwohner verloren haben. Per Ende 2025 lebten in der Gemeinde noch 2'117 Personen – das sind 27 weniger als im Vorjahr, was einem Bevölkerungsrückgang von 1,5 Prozent entspricht. Es ist das erste Mal seit dem Jahr 2019, dass die Bevölkerungszahl in Andwil gegenüber dem Vorjahr gesunken ist.
Von den 27 Personen, die Andwil im Laufe des Jahres verlassen haben, waren 10 Männer und 17 Frauen. Auch hinsichtlich der Herkunft zeigt sich ein deutliches Bild: 16 der Weggezogenen hatten einen ausländischen Hintergrund, 11 einen schweizerischen. Entsprechend ist der Ausländeranteil in Andwil gesunken – von 7,7 Prozent im Jahr 2024 auf neu 7,1 Prozent, was einer Abnahme von 0,6 Prozentpunkten entspricht. Damit nimmt Andwil im kantonalen Vergleich eine besondere Stellung ein: Mit einem Ausländeranteil von 7,1 Prozent weist die Gemeinde den zweitniedrigsten Wert im gesamten Kanton St.Gallen auf. Einzig Mosnang liegt mit einem Ausländeranteil von 6,3 Prozent noch darunter.
In Waldkirch belief sich die ständige Wohnbevölkerung per Ende 2025 auf 3'581 Personen – das sind gerade einmal fünf mehr als im Vorjahr, was einem Wachstum von 0,1 Prozent entspricht. Die Gemeinde blieb damit weitgehend stabil, wenngleich sich hinter dieser nahezu unveränderten Gesamtzahl eine leicht unterschiedliche Entwicklung bei den Geschlechtern verbirgt: Während 16 Männer mehr in Waldkirch wohnten als noch ein Jahr zuvor, sank die Zahl der Einwohnerinnen um 11.
Auch beim Ausländeranteil gab es kaum Bewegung. Ein Mann ausländischer Herkunft verliess die Gemeinde, während zwei Frauen ausländischer Herkunft zuzogen. Per Saldo stieg der Ausländeranteil dadurch geringfügig von 9,3 auf 9,4 Prozent – eine Veränderung, die kaum ins Gewicht fällt, aber dennoch eine leicht zunehmende Tendenz widerspiegelt.
Die publizierten Zahlen sind provisorisch und basieren auf STATPOP, der vom Bundesamt für Statistik geführten Statistik der Bevölkerung und der Haushalte. Das Amt für Daten und Statistik des Kantons St.Gallen arbeitet dabei eng mit dem Bundesamt für Statistik zusammen und orientiert sich an den Grundsätzen einer fachlich unabhängigen öffentlichen Statistik auf wissenschaftlicher Grundlage. Die Fachstelle für Statistik erstellt auf Basis der gesamtschweizerischen Einzeldaten regionalisierte Auswertungen, deren Publikation mit dem Bundesamt für Statistik koordiniert wird und am gleichen Tag erfolgt. Die definitiven Zahlen für das Jahr 2025 werden voraussichtlich Ende August 2026 veröffentlicht. Erfahrungsgemäss weichen diese jedoch nur marginal von den provisorischen Werten ab. Zeitgleich werden dann auch die vollständigen Zahlen zur Wohnbevölkerung publiziert – also inklusive der nicht-ständigen Wohnbevölkerung sowie der Personen mit Nebenwohnsitz.
Selim Jung
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