«Ich habe dem Captain ein Bild gemalt» – fünf Träume, eine Nati
Kurz vor dem WM-Abflug in die USA nahmen die Fussball-Nationalspieler Zeit für fünf ganz besondere Fans. Die Stiftung Wunderlampe machte es möglich.
Nino aus Berneck freute sich besonders darüber, die Stars der Nationalmannschaft aus nächster Nähe erleben zu dürfen.⋌Bild: pd
Kurz vor dem WM-Abflug in die USA nahmen die Fussball-Nationalspieler Zeit für fünf ganz besondere Fans. Die Stiftung Wunderlampe machte es möglich.
Fussball Es war kein gewöhnlicher Fototermin. Als Jonathan, Nino, Oliver, Caleb und Elias kürzlich das Schweizer Nati-Kader persönlich trafen, ging es um weit mehr als Autogramme und Erinnerungsfotos.
Für die fünf jungen Männer, die im Alltag mit unterschiedlichen körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen leben, erfüllte sich ein Herzenswunsch – und zwar einer der ganz grossen.
Die Stiftung Wunderlampe, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert, hatte das Treffen organisiert. Kurz vor dem Abflug des 26-köpfigen WM-Kaders an die amerikanische Westküste nahmen sich Trainer Murat Yakin und
seine Spieler im Kybunpark die Zeit, um mit den fünf Fans in echten Austausch zu treten.
Fachsimpeln auf Augenhöhe
Nino traf auf Cedric Itten, Oliver auf Fabian Rieder, Jonathan auf Murat Yakin selbst. Und alle fünf brachten mit, was echte Fussballfans ausmacht: Leidenschaft, Detailwissen und die Fähigkeit, mit den Idolen durch alle Höhen und
Tiefen zu gehen. Sie kennen das Gefühl, wenn ein mühsam erarbeiteter Vorsprung in der Nachspielzeit noch wegbricht. Sie wissen, wie sich die Ungeduld anfühlt, wenn das erste Tor einfach nicht fallen will – und wie es ist, bei einem klaren Sieg förmlich an die Decke zu gehen. Besonders in Erinnerung bleiben wird das Gespräch mit
den Profis. «Das Fachsimpeln mit den Fussballprofis wird ihnen für immer unvergesslich bleiben», heisst es seitens der Stiftung Wunderlampe – «und ist noch wichtiger als Autogramme, Fussball-Geschenke oder ein volles Sticker-Album.»
Elias' Geschenk an den Captain
Den vielleicht berührendsten Moment des Tages lieferte Elias. Der junge Fan, der sein ausgeprägtes Fussballwissen auch vor der Kamera von Tele Züri unter Beweis stellte, hatte für Captain Granit Xhaka ein selbst gemaltes Bild
mitgebracht. Ein Glücksbringer für den Weg in die K.o.-Runde. Persönlicher geht es kaum, schreibt die Stiftung Wunderlampe.
Caleb wiederum verliess das Treffen mit signierten Trophäen, doch auch bei ihm dürfte die Erinnerung an den echten Austausch mit den Spielern schwerer wiegen als jedes Sammlerstück.
Eine Stiftung, fünf erfüllte Träume
Für die Stiftung Wunderlampe ist das Treffen mehr als eine schöne Geste am Rande des WM-Trubels, wie sie mitteilte. Sie erfüllt seit 25 Jahren Herzenswünsche von Kindern und jungen Menschen mit schweren Erkrankungen und Beeinträchtigungen. Dass ausgerechnet im Jubiläumsjahr fünf grosse Fussballfans ihren wohl grössten Traum erleben durften, hat eine besondere Symbolik.
Die WM in Nordamerika verfolgen Jonathan, Nino, Oliver, Caleb und Elias nun aus der Ferne – aber mit einem Wissen, das sonst keiner ihrer Schulkollegen hat: Sie kennen die Männer hinter den Trikots der Schweizer Nationalmannschaft
persönlich.
mw/pd
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