Florian Kobler
sorgt sich um den Mangel an altersgerechten Wohnungen im Kanton.
Mittelgrosse Raubtiere wie der Dachs haben sich in den vergangenen 40 Jahren zunehmend auch in Städtischen gebieten ausgebreitet.
Seit zehn Jahren sammelt das Citizen-Science-Projekt StadtWildTiere St.Gallen Daten über Wildtiere im urbanen Raum. Im Jahr 2026 rücken kleine und mittelgrosse Raubtiere in den Fokus – und Freiwillige sind gefragt.
Wildtiere Das Projekt blickt in diesem Jahr auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Citizen-Science-Arbeit zurück. Seit 2016 wurden zehn Aktionen zu verschiedenen Tierarten durchgeführt – von Igeln über Eichhörnchen und Wildbienen bis hin zu Fledermäusen. Auf der Meldeplattform gingen seither über 5'500 Beobachtungen ein, und mehr als 200 freiwillige Stadtnaturbeobachterinnen und -beobachter haben sich engagiert. Allein im vergangenen Jahr beteiligten sich über 90 Personen an Fledermaus-Ultraschallaufnahmen. Die gesammelten Daten belegen: Die tierische Vielfalt in der Stadt ist gross und lässt sich mit gezielten Massnahmen aktiv fördern.
Für 2026 und 2027 startet StadtWildTiere St.Gallen ein neues Schwerpunktprojekt: Im Zentrum stehen diesmal die tierischen Jäger der Stadt. Dachs, Fuchs, Steinmarder, Baummarder und Iltis sollen systematisch erfasst werden, um ihre Bestände und die Entwicklung ihrer Populationen besser zu verstehen. Im laufenden Jahr liegt der Fokus auf Dachs, Fuchs und Marder, bevor 2027 der Iltis in den Mittelpunkt rückt. Für das Monitoring werden an rund 30 über das gesamte Stadtgebiet verteilten Standorten Wildtierkameras eingesetzt. Die Auswertung der gewonnenen Daten erfolgt mit modernen Methoden und wissenschaftlicher Unterstützung, um Populationstrends sichtbar zu machen und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Das Projekt lebt von der Beteiligung der Bevölkerung. Wer aktiv mitforschen möchte, kann sich auf der Aktionsseite der Meldeplattform stgallen.stadtwildtiere.ch für einen Informationsanlass am 21. April um 18.30 Uhr im Naturmuseum St.Gallen anmelden. Ergänzend dazu informiert das Projekt über verschiedene Kanäle: Ein Stand am Ökomarkt, ein Vortrag im Naturmuseum sowie Beiträge auf der Meldeplattform und in den sozialen Medien liefern Wissenswertes zu den verschiedenen Tierarten und zum richtigen Umgang mit ihnen. Getragen wird StadtWildTiere St.Gallen im Rahmen der Initiative «Natur findet Stadt» von einem breiten Trägernetz: die Stadt St.Gallen, der WWF St.Gallen, Pro Natura St.Gallen-Appenzell, das Naturmuseum St.Gallen, der Naturschutzverein St.Gallen und Umgebung sowie die Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Das Projekt ist Teil der schweizweiten Melde- und Informationsplattform StadtWildTiere.
pd
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