Mathias Gabathuler
hat Gespräche zum Sportpark Gründenmoos wieder aufgenommen.
Kim Brockman wurde an der Diplomübergabe an die Studierenden gebührend verabschiedet.
Nach zwei Jahrzehnten an der Spitze der Diözesanen Kirchenmusikschule St.Gallen zieht sich Kimberly Brockman aus der Leitung zurück. Die Musikerin möchte sich künftig wieder verstärkt eigenen Projekten widmen.
Kirchenmusikschule Diesen Monat endet für Kimberly Brockman eine Ära: Die 61-Jährige übergibt die Leitung der Diözesanen Kirchenmusikschule St.Gallen (dkms) an Xoán Castiñeira. Bei der diesjährigen Diplomfeier, bei der die neuen Kirchenmusikerinnen und -musiker verabschiedet wurden, wurde ihr langjähriger Einsatz mit grossem Applaus gewürdigt. «Die Diözesane Kirchenmusikschule liegt mir sehr am Herzen. Glaube, Musik und Gemeinschaft treffen hier auf einzigartige Weise zusammen», sagte Brockman. Auch im Rückblick spricht sie von einer erfüllenden Zeit, in der sie all ihre Talente einbringen konnte.
Der Rückzug aus der Leitung sei ihre eigene Entscheidung, wie sie betont. Nach vielen Jahren der Verantwortung wolle sie sich nun wieder auf persönliche musikalische und kulturelle Projekte konzentrieren. «Es ist mir wichtig, noch Zeit in meinem Leben zu haben, in der ich mich wieder voll auf die Musik und weitere kulturelle Projekte konzentrieren kann», erklärt Brockman. Der dkms bleibt sie dennoch erhalten – in reduziertem Pensum als Gesangsdozentin. Auf eine Solokarriere im Musikbetrieb hatte sie bewusst verzichtet. «Das wollte ich nicht», sagt Brockman knapp. Das Leben als professionelle Sängerin sei oft mit Unsicherheit verbunden, Ellenbogenmentalität liege ihr nicht. Stattdessen habe sie in der Kirchenmusik ihre Berufung gefunden – besonders in der Kombination aus Schulleitung und solistischen Auftritten an der Kathedrale. Für ihren engagierten Einsatz erhielt sie auch Anerkennung aus anderen kirchenmusikalischen Kreisen. «Was Kim Brockman gemacht hat, hatte Hand und Fuss», lobte Andreas Hausammann von der Evangelischen Kirchenmusikschule St.Gallen. Beim Abschied war spürbar, wie eng Brockman mit der dkms verbunden bleibt. Tränen in den Augen verrieten, dass ihr der Schritt nicht leichtfällt. Die Kirchenmusik beschreibt sie als «einen eigenen Kosmos» – ein Netzwerk, in dem man sich immer wieder begegnet. Ihre Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter dürfen also darauf hoffen, ihr nicht zum letzten Mal begegnet zu sein.
pd
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