Claudia Wetter
St.Galler Gerichte wollen erhöhte Geschäftslast mithilfe von IT bewältigen.
Christian Schmid, Präsident der SGKB-Geschäftsleitung, konnte an einer Medienkonferenz von einem starken Ausbau des Geschäftsvolumens berichten.
Auf der ganzen Linie positive Resultate konnte Christian Schmid, Präsident der Geschäftsleitung der St.Galler Kantonalbank (SGKB), an einer Medienkonferenz verkünden: Der Konzerngewinn ist im letzten Jahr auf 227 Millionen Franken (plus 5,5 Prozent) gestiegen, das Geschäftsvolumen auf 106,6 Milliarden Franken (plus 8,5 Prozent) und die Dividende von 19 auf 20 Franken erhöht worden.
Glanzresultat Die verwalteten Vermögen erhöhten sich um 11,3 Prozent auf 71,8 Milliarden Franken. Ein bedeutender Anteil der Neugelder von 4,2 Milliarden Franken stammt von Privatpersonen im Inland sowie aus dem Geschäft mit institutionellen Anlegern. «Besonders im Global-Custody-Geschäft mit Pensionskassen konnten wir Marktchancen nutzen und neue Kunden gewinnen», freute sich Schmid. Der Bruttoerfolg aus dem Zinsengeschäft nahm um 5,9 Prozent zu. Auch der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte um 7 Prozent gesteigert werden. Schmid verwies zudem auf die kontinuierliche Gewinnentwicklung von 163,9 auf 227 Millionen Franken in den letzten sieben Jahren, was auf die erfolgreiche Siebenjahresplanung hinweise. Dem Kanton St.Gallen konnten gesamthaft 89,3 Millionen Franken abgeliefert werden: eine Dividende von 61,1 Millionen Franken, Steuern von 16 Millionen Franken sowie eine Abgeltung der Staatsgarantie von 12,2 Millionen Franken. Netto wurden Wertberichtigungen und Rückstellungen für Kreditrisiken in Höhe von 10,4 Millionen Franken gebildet.
Im Einklang mit der Umsatzentwicklung erhöhte sich der Geschäftsaufwand um 6,5 Prozent. Der Personalbestand wurde weiter ausgebaut. Die Zahl der Mitarbeitenden wuchs um 3,6 Prozent, während andere Banken einen Abbau vornehmen mussten oder angekündigt haben. Gleichzeitig wurde weiter in die Erneuerung, Weiterentwicklung und Sicherheit der IT investiert. Die SGKB-Generalversammlung findet am 29. April statt; es werden über 4'000 Teilnehmende erwartet. Im Unterhaltungsteil steht die Freiwilligenarbeit der Mitarbeitenden im Fokus.
Mit Blick auf das laufende Jahr, für das ein Konzerngewinn auf Vorjahresniveau erwartet wird, äusserte sich Schmid trotz bestehender Unsicherheiten und jüngster Entlassungen positiv. Eine Rezession werde es seiner Einschätzung nach nicht geben. Allerdings wies er darauf hin, dass die US-Zölle die sanktgallische Industrie in einer Phase treffen, in der sie unter anderem wegen der schwachen Nachfrage aus Europa bereits seit geraumer Zeit unter Druck steht. Impulse für eine nachhaltige Belebung fehlen derzeit, die Lagestabilisiert sich jedoch. Der Binnenmarkt entwickelt sich stabil und bildet eine wichtige Stütze für die Ostschweizer Wirtschaft. Zudem geht Schmid von konstanten Zinsen aus.
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