Susanne Hartmann
erntet für Ihre Aussagen zum Autobahnausbau harsche Kritik.
Wissenschafts-Olympiade
Elias Bont hat sich im nationalen Finale der Geografie-Olympiade den Sieg gesichert. Damit darf der Arnegger, der an der Kantonsschule am Burggraben im kommenden Jahr die Matura macht, die Schweiz an der Geografie-Olympiade in Istanbul vertreten.
Wissenschaft Jährlich organisiert der Verband Wissenschafts-Olympiade Workshops, Lager, Prüfungen sowie Wettbewerbe mit rund 10'000 Teilnehmenden in elf verschiedenen Fächern, um Jugendliche und deren wissenschaftliche Begabungen zu fördern – darunter auch in Geografie. Über einen Onlinetest in der Schule qualifizierte sich Elias Bont für das Finale und damit auch für eine einwöchige Vorbereitungswoche im Schweizerischen Nationalpark. «Wir machten diesen Test, ohne zu wissen, dass es sich um eine Qualifikation handelt», erzählt er. Erst im Nachhinein hätten sie davon erfahren. «Uns wurde mitgeteilt, wir hätten gut abgeschnitten und uns für das Finale der Geografie-Olympiade qualifiziert», berichtet der 19-Jährige. Den Test absolvierten mehr als 2'000 Schülerinnen und Schüler. Mit Janic Zünd qualifizierte sich ein Klassenkamerad Bonts ebenfalls für das Finale. Und wie Bont klassierte sich der St.Galler dort unter den besten Vier der 24 Finalistinnen und Finalisten, die mit Gold ausgezeichnet wurden und die Schweiz im kommenden Sommer international vertreten. Eine Auszeichnung auch für Geografielehrer Urs Sieber, der die Begeisterung seiner Schüler wecken konnte. «Ich habe mich früher schon für Vulkanologie und Geologie interessiert, aber die Leidenschaft für Geografie wurde erst an der Kanti geweckt», sagt Bont.
Am Finaltag am Gymnasium Biel-Seeland mussten die Finalistinnen und Finalisten erst eine schriftliche Prüfung ablegen, in der Fragen zu Plattentektonik, Bevölkerungsdemografie verschiedener Staaten und zu Gebietseinteilungen gestellt wurden. Anschliessend folgte ein Multimediatest, in dem die Prüflinge auf der Basis von Karten Schlussfolgerungen ziehen mussten. «Es ging immer darum, Zusammenhänge zu entdecken und zu verstehen. Auswendiglernen war nicht gefragt», erzählt Bont. Im dritten Teil wurden die Finalistinnen und Finalisten mit einer alten Karte eines Bieler Quartiers nach draussen geschickt, um dort die neuen Gebäude zu kartieren und die Auswirkungen auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Quartiers zu interpretieren. Als zweite Aufgabe mussten die jungen Erwachsenen auf einer Karte einzeichnen, wie sie ein altes Fussballstadion einer neuen Nutzung zuführen würden. Nach der Bewertung folgte die Rangverkündigung. «Ich war überrascht unter den besten Vier zu sein. Ich hätte eher erwartet, irgendwo im Mittelfeld zu landen. Aber es war eine schöne Überraschung», erzählt Bont.
Dass er sich selbst nicht so weit vorne sah, lag auch an der Konkurrenz, die er Ende August während der Vorbereitungswoche im Schweizerischen Nationalpark kennengelernt hatte. Viele Finalisten machten Bont dabei einen sehr interessierten und informierten Eindruck. «Es war sehr cool, Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Schweiz kennenzulernen. Und auch das Programm war cool. Wir machten unter anderem zwei Wanderungen durch den Nationalpark», erinnert sich Bont. Daneben hätten sie sich der Prüfungsvorbereitung gewidmet und ein kleines Forschungsprojekt umgesetzt. Ein weiteres Highlight steht für den Arnegger im kommenden Sommer an. Mitte Juli wird Bont die Schweiz mit drei Mitstreitern an der internationalen Geografie-Olympiade in Istanbul vertreten. Dannzumal wird der 19-Jährige, der die Oberstufe an der Rosenau besuchte und sich nun im vierten Jahr an der Kanti befindet, seine Maturaprüfungen bereits hinter sich haben. «Wir reisen für zwei Wochen nach Istanbul. Die erste Woche ist für den Wettbewerb vorgesehen, in der zweiten Woche werden wir auf verschiedenen Exkursionen Land und Leute kennenlernen», erzählt Bont. Er blickt voller Vorfreude auf diese Reise. «Ich war noch nie ausserhalb Europas und freue mich auf eine andere Kultur.» ⋌tb
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